Die Dolomiten

ein Monumentales gebirge

Italien

Unser Roadtrip durchs schönste Gebirge Europas - die Dolomiten.

Dolomiten. Aufwachen zwischen monumentalen Bergen und türkisblauen Seen. Für eine Reise in eines der schönsten Gebirge der Welt muss man nicht bis ans Ende der Welt Reisen. Mit den Alpen liegt eines der spektakulärsten Gebirgszüge direkt bei uns vor der Haustür. Eine ganz besondere Region bietet Südtirol mit den Dolomiten. Kristallklare Seen, grüne Wiese wie bei Heidi und spitze Felsformationen aus Kalkstein. Die Dolomiten sind gerade aufgrund Ihrer Vielzahl einzigartiger Landschaften und monumentaler Ausblicke so spektakulär. Hier findet man alles, was man als Naturliebhaber, Fotograf, Wanderer und Kletterer braucht. Auch uns haben die Vielzahl unvergesslicher Bilder so fasziniert, dass wir uns entschlossen haben, mit unserem Auto Mitte Mai einen Roadtrip durch die Dolomiten zu unternehmen.

Leider bin ich am Abend vor unserer Reise richtig krank geworden, da mich eine schöne Erkältung erwischt hatte. Da wir den ersten Tag für die Anreise benötigten, entschieden wir uns dennoch zufahren. Während Robin den Weg nach unten fuhr, konnte ich mich während der Fahrt erholen und schlief den ganzen Weg. Ausgeschlafen ging es mir am nächsten Morgen schon besser und wir wollten keinen Tag verstreichen lassen, um die Schönheit der Natur zu genießen. Fast zwei Wochen wollten wir in dieser traumhaften Region verbringen.

Eine monumentale Felsformation - Das Wahrzeichen der Dolomiten

Die Drei Zinnen ist wohl die markenteste und einprägsamste Felsformation der Dolomiten. Sie sind Teil der Sextner Dolomiten im Hochpustertal. Da wir noch zu früh im Jahr waren, war die Passstraßen zu Auronzohütte noch gesperrt. Wir parkten also unten am Lago Antorno. Noch früh am Morgen um 05:00 Uhr waren wir die einzigen, die sich in die Kälte rauswagten. Die Sonne war noch nicht über die hohen Bergspitzen aufgegangen. Nach in der dunklen Dämmerung liefen wir los. Vor uns lag erst einmal ein langes Stück Passstraße hoch zur Auronzo-Hütte. Während die Sonn elangsam über uns aufging, erreichten wir die Auronzohütte.

Eigentlich hatten wir geplant von dort weiter zur Cardini di Misuera zu gehen. Doch je höher wir kamen, umso höher wurden die Schneemassen und oben an der Hütte angekommen lag noch ordentlich Schnee. Dort wo der Wanderweg Richtung Cardini Di Misuera langgehen sollte, gab es nur ein paar Spuren im Schnee. Wir haben uns die Route und den Wanderweg vorher im Detail angeschaut und entscheiden uns den Weg ein Stück soweit es sicher war zu gehen. Ausgerüstet mit Steigeisen liefen wir los. Der Weg war mühsam und schwer. Einige Male ging es steil bergauf und der Schnee war zum Teil noch beintief.

Doch der Ausblick hat diese Mühen auf jeden Fall wett gemacht. Zum Cardini di Misuera Fotospot haben wir es leider nicht geschafft. Der Ausblick auf das vor uns liegende Bergmassiv war dennoch grandios. Wir entschieden uns nicht zu lange zu bleiben, damit die Sonne den Schnee noch nicht zu stark angeschmolzen hat und wir den Rückweg auch noch gut schafften.

Blick auf die schneebedeckten Drei Zinnen in Italien auf unserem Roadtrip in Italien

Wieder an der Auronzhütte angekommen, behielten wir unsere Steigeisen gleich an und folgten den mittlerweile mehr werdenden anderen Wanderern Richtung Drei Zinnen. Auch hier war der Wanderweg mühselig. Der Schnee war zum Teil glatt und tief. Doch diese Landschaft im Schnee zu sehen, war einfach märchenhaft. Überall ragten Felsen aus der weißen Schneedecke.

Umgeben von den quiekenden Murmeltieren und dem schimmernden Schnee, wirkte die Landschaft atemberaubend. Ein wirklich grandioser Ausblick bot sich uns, als wir die Hälfte um die drei Zinnen rumgelaufen waren. Leider konnten wir auch hier nicht weitergehen, weil der Schnee zu hoch war. Doch der Weg hatte sich dennoch gelohnt. Wir liefen zurück und hatten nun noch den langen Weg runter zum Lago Antorno vor uns. 

Wiesen wie bei Heide

Weiter unten im Tal, wo der Schnee schon geschmolzen war, erwischten wir die gerade blühenden Wiesen. Gelbe Wiese voller Löwenzahn und saftgrünes Gras wechselten sich hier ab.

Weiter ging es für uns Richtung Alm. Die Seiser Alm ist eine der schönsten Almen der Dolomiten. Als größte Hochalm Europas gehört die Seiser Alm zu den atemberaubendsten Almen weltweit. De grünen Wiesen, blühenden Blumen und keine Holzhäuschen mit den dahinterliegenden Bergmassiven wirken einfach idyllisch. Wir verbrachten hier einen Tag und wanderten über die Alm und hätten uns hier noch so viel länger aufhalten können.

Unsere spekakuläre Wanderung in den Dolomiten

Eine weitere spektakuläre Wanderung, die wir in den Dolomiten unternommen haben, war rauf zu Seceda. Auch hier waren wir noch zu früh im Jahr, sodass die Gondeln nicht fuhren. Da wir bereits unsere Erfahrungen bei den Drei Zinen sammeln konnten, informierten wir uns, welche Wanderwege gerade passierbar sind. Aufgrund der Schmelze gab es nämlich einige Wege, die bergauf und bergab aufgrund der Glätte keinen Spaß gemacht hätten.

Wir fanden eine passende Route und am nächsten Morgen ging es für uns wieder früh raus. Um 06:00 Uhr starteten wir vom Parkplatz und liefen los. Zunächst ging es durch einen wunderschönen Wald bis der Weg immer steiler und die Waldschicht immer weniger wurde, sodass irgendwann nur noch ein reines Schneemeer vor uns lag. Auch hier hatten wir vorgesorgt und unsere Steigeisen mitgenommen, mit denen das Wandern am Bergkamm deutlich einfacher war als ohne. Doch trotz Steigeisen kamen wir nur langsam voran und mussten uns durch den tiefen Schnee vorarbeiten.

Irgendwann erreichten wir dann doch noch den Aussichtspunkt mit einem grandiosen Blick über die Seceda. Auf über 2500 Metern liegt die Spitze der Seceda Alm. Der Berg ist Teil des Naturparks Puez-Geisler und ist umgeben von einer beeindruckenden Landschaft aus Tälern und Bergmassiven. Wir genossen den Blick von der Alm auf die Geislerspitze. Ein beeindruckender Ort mit seiner ganz eigenen Schönheit. Auch im Winter ist die Seceda wunderschön.

Die schneebedeckte Seceda gehört zu den Lieblingsorten der Dolomiten

Der schönste See der Dolomiten

Er zählt zu einen der schönsten Seen der Welt und zu den absoluten Highlights in Südtirol. Er gilt als Perle der Dolomiten. Inmitten der Pragser Dolomiten liegt umgeben von hohen Felsmassiven und grünen Wäldern ein türkisblauer See – der Pragser Wildsee.

Da wir früh am Tag vor Ort waren und noch außerhalb der Hochsaison hatten wir keine Probleme noch einen Parkplatz direkt am See zu bekommen. Wer im Sommer anreist, muss hier die Zugangsbeschränkungen beachten und sollte sich über alternative Anreisemöglichkeiten informieren. Wir waren noch vor Sonnenaufgang am See. Die umgebenden Gipfel des Seekofels spiegelten sich bereits in dem klaren blauen Wasser über dem der Morgennebel noch mystisch hing. Es herrschte Stille. Nur ein paar andere Fotografen nutzen das Morgenlicht für ein paar schöne Fotos.

Die Landschaft bietet so viel zu entdecken und so viele schöne Fotomotive. Da es noch früh war, waren wir bis auf die paar anderen Fotografen alleine vor Ort. So konnten wir in aller Ruhe die Magie dieses Naturjuwels zu dieser schönen Stimmung mit der Kamera einfangen. Im Anschluss entschieden wir uns, dem Rundweg um den See zu folgen.

Im Sommer besteht auch die Möglichkeit sich eines der Ruderboote für eine Tour über den See zu buchen. Doch auch wenn der Bootsverleih noch nicht offen hatte, bot er ein malerisches Motiv für wunderschöne Aufnahmen.

Morgennebel am Pragser Wildsee in den Dolomiten

Der blauste See der Dolomiten

Im Süden der Dolomiten gelegen liegt einer der schönsten und blausten Seen der Region. Direkt gelegen am Karerpass liegt der Karersee – ein wunderschöner blauer Bergsee. Der See ist zwar nicht so groß wie andere Seen der Dolomiten doch trotzdem ein richtiges Naturjuwel. Außerdem ist der See leicht zu erreichen. Wir konnten auf Bildern nicht glauben, dass der See wirklich so blau ist wie er auf Bildern scheint.

Doch als wir den Weg vom Parkplatz hoch zur Aussichtplattform liefen, kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus, denn der See war wirklich so wunderschön blau wie auf Bildern. Er scheint beinah zu leuchten so kräftig ist das blau. Der grüne Nadelwald und das unglaubliche Bergmassiv des Rosengartens spiegelt sich in der Seeoberfläche. Der See bietet ein grandioses Farbspiel von tiefblauen Tönen bis hin zu smaragdgrünen Farben.

Da es bei uns leider bewölkt war, konnten wir das besondere Alpenglühen des Rosengartens zur Abendstunde leider nicht beobachten. Wer das Alpenglühen mal erleben möchte, findet hier einfach ein grandioses Fotomotiv. Wir entscheiden uns noch, einen kurzen Spaziergang um den See zu unternehmen.

Blick auf den blau grün schimmernden Karersee in den Dolomiten

Fahrt über die zahlreichen Passstraßen der Dolomiten

Wer in den Dolomiten unterwegs ist, sollte eine Fahrt über die unzähligen Passstraßen nicht auslassen. Besonders das Grödnerjoch, das Sellajoch und der Passo Giau sind wunderschöne Straßen, an denen es immer wieder Möglichkeiten für einen Stopp gibt, um die Landschaft zu genießen oder eine Wanderung zu unternehmen. Diese Pässe sollten auf keinem Roadtrip in den Dolomiten fehlen.

Fazit unserer Roadtrips in den Dolomiten

Die zwei Wochen gingen wie im Fluge rum. Auf unserem Roadtrip konnten wir die Vielfalt der Dolomiten von blauen Seen, über blühenden Wiesen und beeindruckenden Bergmassiven aufnehmen. Auch wenn wir während der zwei Wochen schon so viel erleben und sehen konnten, haben wir noch längst nicht alles gesehen und wir werden auf jeden Fall noch ein weiteres mal in diese Region zurückkommen.  

Reiseinformationen

Beste Reisezeit für die Dolomiten

Wann genau die beste Reisezeit für die Dolomiten ist, lässt sich pauschal nicht sagen. Das hängt eher davon ab, was ihr erleben und unternehmen wollt.

Hier findet ihr eine kurze Übersicht:

Winter: Ist der absolute Traum für alle Wintersportler und hier kommt jeder auf seine Kosten, ob Ski, Langlaufski oder Winterwandern. Der Winter bietet viele Möglichkeiten für Outdooraktivitäten. Wer es lieber ein wenig entspannter mag, kann auch über die wunderschönen Weihnachtsmärkte schlendern.

Frühjahr: Es gibt bereits einige Wanderwege, die offen sind. In der Regel ist es im Frühjahr noch nicht ganz so voll, sodass du viele Wege in Ruhe genießen kannst. Außerdem lässt sich im Frühling auch die Apfelblüte beobachten.

Sommer: Im Sommer ist das Wetter am besten und man hat die besten Chancen alles zu sehen, was man sehen möchte. Vor allem wenn man hochalpine und alpine Wanderungen plant, hat man im Sommer die besten Chancen, diese unternehmen zu können. Allerdings ist es hier aufgrund der Hauptreisezeit natürlich auch am vollsten.

Herbst: Im Herbst ist das Wetter nicht mehr so beständig. Deswegen werden die Touristen schon weniger. Doch wer tolle Fotomotive sucht oder einfach nur schöne Wanderungen durch die orange-rot gefärbten Wälder unternehmen möchte, ist im Herbst hier genau richtig.

Fotografie

Bilder von unserem Roadtrip in den Dolomiten

“Hallo ich bin Lena, Fotografin und Weltenbummlerin. Ich liebe Abenteuer, das Unbekannte und neue Orte zu entdecken. Ich bin immer auf der Suche nach einzigartigen Landschaften und Momenten. Auf meinen Reisen habe ich immer eine Kamera bei mir, um diese besonderen Momente in Erinnerung zu halten.”

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Lena

Autorin und Fotografin